Freitag, 19. Dezember 2014

[Handmade book of the month] Winterliches Karussellbuch

Beeren haben zum November vielleicht nicht so gut gepasst, aber das folgende Buch, das ich euch diesen Monat zeigen möchte, passt wunderbar zur aktuellen Jahreszeit. Es ist ein winterliches Karussellbuch.

Aufgeklapptes Karussellbuch
Karussellbücher sind schon was Besonderes. Im zusammengeklappten Zustand wirken sie erst einmal unscheinbar, aber wenn man sie dann auffaltet, gibt es einen richtig schönen Aha-Effekt. Es ist so ein bisschen die Kombination aus Leporello und Pop-Up, wodurch je nach Größe mehrere Fenster entstehen, mit denen man sogar eine Geschichte erzählen kann. Richtig kunstvolle Karussellbücher machen natürlich viel Arbeit, aber die Mühe lohnt sich.

Zugeklapptes Karussellbuch: schlicht und unscheinbar
Dieses Karussellbuch ist sehr schlicht gehalten, da es erst mein zweites war und ich noch recht unsicher war, ob das alles so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Die Sternform bietet sich sehr schön für weihnachtliche Motive an. In diesem Fall habe ich die Fenster winterlich gestaltet. Hinter jedem findet sich ein winterliches Motiv: ein Schneemann, ein Rentier, ein Schlitten, eine Schneeflocke und eingeschneite Häuser und Kirchen. Im Vordergrund angedeutete Tannen.

Karussellbuch
Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass diese winterlichen Motive zusätzlich richtig schön wirken, wenn man irgendwie eine Beleuchtung einbauen könnte. Diese Idee reizt mich schon länger - verwirklicht habe ich sie bisher noch nicht.

Karussellbuch
Ein solches Buch macht sich wunderbar als Dekoration. Meines packe ich immer zur Winterzeit aus.
Die Anleitung für dieses Buch habe ich dem Buch "Buchbinden - vom Handwerk zur Kunst" von Heather Weston entnommen. Darin ist an einem ganz schlichten Beispiel anschaulich dargestellt, wie einfach man ein solches Buch kreieren kann.

Ich hoffe, das Buch für diesen Monat gefällt euch genauso gut wie mir.

Bis bald,
die Basteltante

Montag, 15. Dezember 2014

Adventspost 2014 #2

Die Adventspost ist in vollem Gange und vergangene Woche haben mich wunderschöne Drucke für April, Mai und Juni erreicht. Die zeige ich euch heute noch nicht, da ich noch nicht zum Fotografieren gekommen bin. Aber meine eigenen Drucke kann ich euch zeigen, die sind nämlich für den Monat Juli und sollten mittlerweile bei allen Teilnehmern angekommen sein.

Seepferdchen mit Gelatinedruck
Der Gelatinedruck, also. Ich hatte bisher noch keine Erfahrung damit, habe mir aber nach dieser Videoanleitung gleich eine haltbare Gelatineplatte hergestellt, weil ich mir dachte, dass ich sie vielleicht öfter nutze. Und anscheinend war das eine gute Entscheidung, denn ich habe nun schon häufiger gelesen, dass sich die Platten anderer Teilnehmer beim Drucken in Wohlgefallen aufgelöst haben, was wohl für viel Frust sorgte. Ich hatte mit meiner Platte überhaupt keine Probleme, die hält hervorragend und man kann nach Herzenslust damit experimentieren. Das habe ich auch getan, mir verschiedene Motive überlegt, verschiedene Materialien bereitgelegt und dann einfach mal probiert. Mein eigentliches Motiv, das ich für meinen Julidruck im Kopf hatte, war ein Seepferdchen. Die Ergebnisse könnt ihr unter anderem auf dem folgenden Foto sehen:

Gelatinedruck-Experimente

Wie man sieht, habe ich auch ein wenig mit künstlichen Blättern experimentiert. Ich fand meine Farben für den Seepferdchendruck aber irgendwie zu düster für den Juli und war nicht so zufrieden. Aber inn meinem Fundus hatte ich auch eine Erdbeere aus Filz. Damit hatte ich so ziemlich als erstes getestet, wie das mit der Platte eigentlich so funktioniert, und fand auf Anhieb den Druck richtig schön. Daher bin ich nach den Experimenten mit Seepferdchen und Blättern zurück zur Erdbeere, denn Sommerzeit ist Erdbeerzeit, also warum nicht Erdbeeren für den Juli drucken?

Gelatinedruck: Erdbeere
Was mir so gut an dem Druck mit der Erdbeere gefiel, war, dass das Filz nicht wie bei Papier den Bereich komplett ausspart, sondern dass man mit dem Filz im Prinzip auch drucken kann, wenn man mit der Farbe drüber geht. Dabei kann man sowohl die Filz-Erdbeere auf der Gelatine liegen lassen, oder man bringt vorher Farbe auf, macht damit einen Abdruck auf der Gelatineplatte und druckt dann auf Papier. Beide Varianten ergeben ganz unterschiedliche Effekte. Sehr spannend. Aber was beiden gemeinsam ist: man kann die Erdbeeren richtig gut erkennen und ich mochte auch sofort meine Farbkombination. Nun also Erdbeeren für den Juli.


Gelatineplatte mit Filzerdbeere und wildem Farbgekleckse
So sah das also unter anderem aus. Gedruckt habe ich übrigens auf Leinenpapier - das ergab zusätzlich noch eine interessante Struktur für den Druck, was sich auf den Fotos leider nur schlecht widergeben lässt.

Gelatinedruck: Erdbeeren
Herausgekommen sind insgesamt 16 Erdbeerdrucke, wovon ich ich zwar nicht alle gebraucht habe, aber vielleicht findet sich ja noch ein anderes Vorhaben dafür.

Kalenderblätter Juli für Gruppe 3

Nur für eines war ich zu ungeduldig: Drucke mit mehreren Schichten. Ich habe schon einige Drucke gesehen, wo die Teilnehmer das in Perfektion zelebriert haben, und das sieht ganz großartig aus. Aber ich konnte einfach nicht so lange warten, bis alles trocken war. Ich finde, meine Erdbeerdrucke sind trotzdem ganz annehmbar geworden. Ich hoffe, den anderen Teilnehmern aus meiner Gruppe gefallen sie auch.

Was ich außerdem noch mit dem Gelatinedruck hergestellt habe, zeige ich euch ein anderes Mal. Bis dahin solltet ihr unbedingt bei den anderen Adventspost-Teilnehmern vorbeischauen --> Klick!

Bis bald,
die Erdbeerfrau

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Die neue KarL.a aus Leder

Vielleicht erinnert ihr euch an die Tasche, die ich im April vorgestellt habe. Sie ist wirklich super und kam bisher jeden Tag zum Einsatz. Doch ich bin auch oft mit dem Fahrrad unterwegs und mit dem Herbst kam auch immer häufiger der Regen, und die Tasche war einfach nicht wasserdicht. Auch Imprägnieren hat nur für kurze Zeit geholfen, spätestens mit dem nächsten großen Regen war die Tasche hinterher komplett durchnässt. Also musste eine wasserabweisende Tasche her.


Gesagt, getan - ich habe ein schönes Kunstleder bestellt und schon konnte das Nähen beginnen. So ist dann die Tasche entstanden, die ihr hier sehen könnt.


Außen habe ich ein robustes Kunstleder verarbeitet. Das Leder ist ca. 1 mm dick und ließ sich sehr gut verarbeiten. Mit einer Ledernadel hat meine Maschine das Nähen ohne Probleme bewältigt. Was nicht im Schnittmuster vorgesehen ist, ist der Verschluss der Klappe. Da die Tasche mit Reißverschluss geschlossen wird, muss die Klappe an sich keinen Verschluss haben. Da ich aber das Leder sonst zu langweilig fand, ist der Verschluss hier mehr ein Accessoire. Außerdem kann man auf dem ersten Foto sehen, dass ich auf der Unterseite auch noch Bodennägel angebracht habe.


Innen habe ich wieder auf den robusten, grauen Baumwollstoff zurückgegriffen, den ich auch schon für die letzte Tasche verwendet hatte. Außerdem hat die Tasche innen zwei Reißverschlussfächer: ein kleines hinten und ein großes vorn. Im Schnittmuster ist nur die kleine Tasche vorgesehen. Bei der letzten Tasche hatte ich für vorn schon selbst ein zusätzliches Fach hinzugefügt, das mit einem Klettverschluss versehen war. Das fand ich irgendwie nicht so praktikabel, der Klettverschluss wird doch sehr beansprucht, darum habe ich das Fach dieses Mal mit einem Reißverschluss genäht.


Für die Innenseite der Klappe habe ich noch mal den Stoff verwendet, den ich auch schon für die vorherige Tasche benutzt hatte, damit die Tasche nicht nur eintönig dunkelbraun wird. Und für mehr Stand habe ich statt Volumenvlies das lederähnliche Decovil light verwendet - dann sackt die Tasche nicht so arg in sich zusammen.


Die Tasche ist super geworden - sie ist sehr geräumig und trotzdem nicht zu riesig.
Sehr interessant waren auch bisher die Reaktionen darauf - wenn eine Person "Das ist eine schöne Tasche" sagt, antworte ich natürlich, dass ich sie selbst genäht habe. Dann werden die Augen richtig groß und die Person greift sofort nach der Tasche, um sie noch genauer anschauen zu können. Und jeder war danach richtig beeindruckt, dass man mit ganz schlichten Zutaten und ein bisschen Übung was Schönes nähen kann. Vor allem erfüllt sie den Zweck, für den ich sie genäht habe: Auch bei Regen bleibt innen alles schön trocken! ;)

Mit dieser Tasche bin ich heute mal wieder bei RUMS dabei.
Und - habe ich euch vielleicht angefixt und es wird bei euch auch bald eine neue Tasche geben? ;)

Bis bald,
die Basteltante




Oberstoff: Kunstleder in kastanienbraun von Buttinette (war ein Restposten und ist mittlerweile ausverkauft)
Futterstoffe: vom Stoffmarkt
Verschluss und Bodennägel von Buttinette


Hinweis: Die verlinkten Seiten dienen lediglich zur Information und werden nicht gesponsort.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Adventspost 2014 #1

Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal bei der Adventspost dabei, die von Tabea und Michaela organisiert wird. Wie schon bei den verschiedenen mail Art-Projekten im Frühling und im Sommer geht es darum, den anderen Teilnehmern aus der Gruppe schöne Post zu bescheren.
Bei der diesjährigen Adventspost entsteht ein Kalender. Jeder Teilnehmer stellt mit dem Gelatinedruck 13 Kalenderblätter her und verschickt 12 davon an die Teilnehmer aus der Gruppe. Dafür bekommt man 12 Kalenderblätter zurück, plus das eigene macht 13 selbst gedruckte Kalenderblätter: eines für jeden Monat und eines als Deckblatt.

Die ersten vier Kalenderblätter von Gruppe 3
Die Idee hat mir auf Anhieb gefallen und so bin ich nun dabei und erhalte im Dezember bis Weihnachten ungefähr jeden zweiten Tag ganz wunderbare Post. Die ersten vier Kalenderblätter meiner Gruppe zeige ich euch heute, es haben mich bisher das Deckblatt, Januar, Februar und März erreicht:

Deckblatt von Kamilla (ohne Blog)
Das Deckblatt finde ich unheimlich faszinierend, mit den filigranen Blättern. Die Farben haben etwas kupferartiges. Es wirkt ein bisschen düster, aber eigentlich glänzt es doch ein bisschen, was hier nur nicht gut zu sehen ist.
Januar von Eva
Eva wünscht sich für den Januar Schnee, darum hat sie Schneeflocken gedruckt, dazu noch ein Fuchs. Die Entstehungsgeschichte könnt ihr in ihrem Blog nachlesen.

Februar von Susanne
Susanne schreibt, dass sie den Februar am wenigsten mag. Tut mir leid für sie, dass sie ausgerechnet diesen ungeliebten Monat zugeteilt bekam. Trotzdem hat sie uns einen schönen Druck beschert, ein wenig düster mit ein bisschen Glitzer.

März von Heidi
Heidi hat für uns Fische für den Monat März gedruckt. Sie selbst war zunächst wohl furchtbar unzufrieden mit ihren Drucken, aber ich finde, sie sind großartig geworden. Die Farben harmonieren sehr gut.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was mich in den nächsten Wochen noch erwartet. Bis ich euch meine eigenen Drucke zeigen kann, müsst ihr euch aber noch etwas gedulden - mein Monat ist nämlich erst der Juli. Bis dahin könnt ihr bei Tabea vorbeischauen und sehen, was sich in den anderen Gruppen tut: --> KLICK!

Habt noch einen schönen zweiten Advent!

Bis bald,
die Basteltante

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Hochzeitsgeschenk: Geldtorte

 

Bereits letztes Jahr haben wir zu einer Hochzeit eine Geldtorte verschenkt, und die ist super angekommen. Vor einigen Wochen waren wir wieder zu einer Hochzeit eingeladen und wir haben erneut eine Geldtorte gebastelt - und auch die ist nicht nur beim Brautpaar sehr gut angekommen.





Dazu muss man eigentlich gar nichts mehr groß erzählen, oder?

Bis bald,
die Basteltante




Anleitung Geldtorte
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