Dienstag, 11. Juni 2013

Sommerpost 2013

Wir machen mit.




Ihr auch?

Freitag, 7. Juni 2013

Blumen aus Klopapierrollen

 

Der Upcycling-Dienstag ist eine regelrechte Oase an Ideen, um aus etwas Ausgedientem etwas Neues zu machen. Dort habe ich auch diese schöne Idee entdeckt: Blumen aus Klopapierrollen.

 

 

Hat mir auf Anhieb gefallen und musste ich auch gleich einmal ausprobieren. Ist auch wirklich total einfach, schnell gemacht und sieht am Ende schick aus.


Ich habe mich dafür entschieden, die Rollen auch schön bunt anzumalen, man könnte das Ganze natürlich auch dezenter gestalten, aber die Wand der Essecke ist eh schon weiß und langweilig, da wirken so ein paar farbige Blumen gleich richtig fröhlich.


Die Blumen habe ich dann mit Perlonschnur an zwei über Kreuz gebundene Cannastäbe befestigt, so als eine Art Mobile.


Die Blumen  passen eigentlich auch gut zu den farbenfrohen Häusern meines Venetian Blind Books, das in derselben Ecke eine Etage höher beheimatet ist.

Und jetzt heißt es ran an die Klopapierrollen und die Farbe! ;)
Bis bald,
die Basteltante



Hinweis: Die verlinkten Seiten dienen lediglich zur Information und werden nicht gesponsort (d.h. ich werde nicht dafür bezahlt).

Samstag, 1. Juni 2013

[Anleitung] Fotoalbum

Neben den "normalen" (Schreib-)Büchern kann man in der Buchbinderei noch einiges machen. Habe ich hier schon beschrieben, wie man einen Kasten herstellen kann, so möchte ich heute beschreiben, wie man ein Fotoalbum bindet.

Was benötigt man für ein Fotoalbum?

  • (Foto-)Karton (in meinem Beispiel in Chamois mit einem Flächengewicht von 300g/m²)
  • Lineal
  • Cutter
  • Falzbein
  • eventuell Vorsatzpapier
  • Shirtinggewebe (wenn mit Vorsatzpapier gearbeitet werden soll)
  • Ahle
  • Buchbindernadel
  • Buchbinderzwirn (für die stärkeren Kartonlagen empfielt sich auch ein starkes Zwirn, im Beispiel wird Leinenzwirn der Stärke 18/3 verwendet)
  • Leinenstreifen für die Heftung
  • (Leim-)Pinsel
  • Lumbeckleim
Zusätzlich wird noch das Material benötigt, das man für die gewünschte Einbandart braucht. Dieses ist bei der entsprechenden Anleitung aufgeführt.

Ein Buchblock für ein Fotoalbum erfordert etwas mehr an Vorbereitung, als dies beim Buchblock für das Notiz- oder Schreibbuch der Fall ist. Zunächst wird der Fotokarton so zugeschnitten, dass er doppelt so breit und genauso hoch ist, wie der fertige Buchblock werden soll. Beim Fotoalbum mit diesem dicken Karton nimmt man pro Heftlage nur zwei Bögen Karton. Zu den Bögen für die Heftlagen schneidet man am besten zwei oder drei zusätzliche Bögen zu (zumindest auf die gleiche Höhe). Nun werden die Bögen in der Mitte gefalzt. Dazu legt man erst Ecke auf Ecke. Dann falzt man erst mit der Hand vor und streicht den Falz dann mit dem Falzbein zweimal glatt. Würde man direkt mit dem Falzbein falzen, so würden man beim Fotokarton unschöne Falten entstehen. Hat man für jede Heftlage zwei Bögen gefalzt, dann nimmt man sich die übrig gebliebenen Bögen zu Hand, falzt sie einmal in der Mitte und falzt sie dann im Zick-Zack zu einer Art "Ziehharmonika".


Jeden dieser doppelten Winkel schneidet man nun etwa 1,5 bis 2cm vom Falz entfernt ab. Am besten geht dies mit einem Hebelschneider mit Längenanschlag, aber auch mit Lineal und Cutter kann man schöne Ergebnisse erzielen. Die Breite kann auch durchaus minimal variieren.

Nun nimmt man sich einen gefalzten Bogen, steckt den oben zugeschnittenen Winkel aus zwei Kartonlagen auf dessen Falz und steckt einen zweiten Bogen darüber um so eine komplette Heftlage zu erhalten.


Diese Winkel dienen beim fertigen Album dazu, die Dicke der Fotos auszugleichen, sodass dieses nicht zum Schnitt hin auffächert und der Rücken nicht bricht.

Um das Aufschlagverhalten des fertigen Fotoalbum zu verbessern, sollte man insbesondere bei kleineren Formaten mit dem Lineal und dem Falzbein parallel zum Falz und etwa 5 mm von diesem entfernt zwei bis drei Rillen in den Fotokarton eindrücken.


Die fertigen Heftlagen sehen dann in etwa so aus.


Die Weiterverarbeitung verläuft nun wie in der Anleitung zur Herstellung eines Buchblocks in Fadenheftung beschrieben. Wünscht man Vorsatzseiten, dann setzt man diese wie dort beschrieben an. Dann werden die einzelnen Heftlagen zu einem Buchblock geheftet, was auch in der Anleitung zum Buchblock genauer beschrieben ist. Bevor man jedoch nach dem Heften nach der bereits bekannten Anleitung weiterarbeiten kann, muss man noch einen Zwischenschritt einfügen. Damit der Buchblock am Rücken in etwa gleich dick ist, wie am Schnitt, steckt man Kartonstücke, die etwas größer als die Seiten sind, an den Stellen mit den "Abstandhaltern" zwischen die Seiten. Von der Dicke her sollte man keinen Absatz mehr fühlen können, wenn man mit dem Finger vom Rücken zum Buchschnitt über die oberste Seite streicht.


Nun arbeitet man den Rest der Anleitung für den Buchblock ab und erhält dann den fertigen Block für ein Fotoalbum. Die zusätzlichen Blätter lässt man im Block, bis man das fertige Album am Ende aus der Presse entnimmt. Für die Weiterverarbeitung stehen einem die gleichen Möglichkeiten offen, wie bei anderen Büchern auch. Man kann also eine Halbdecke, eventuell auch mit leinenbezogenen Buchecken, oder auch eine Ganzdecke anfertigen. Die jeweilige Bearbeitung verläuft ganz genau so, wie in den verlinkten Anleitungen beschrieben.

Wenn das fertige Album aus der Presse entnommen wird, dann entnimmt man noch die zusätzlichen Papier- oder Kartonlagen und hat dann ein selbstgemachtes Fotoalbum in Händen. Es folgen noch ein paar Bilder vom fertigen Beispiel.

Auf dem folgenden Bild sieht man mein Beispiel mit einem Halbleineneinband, der mit einem schönen blauen Batikpapier bezogen ist, das mit silbernen Ranken bedruckt ist.


Auf dem nächsten Bild ist das Kapital des Fotoalbum mit blau-weiß gestreiftem Kapitalband zu sehen. Auch sieht man schön die Kartonstreifen, die beim gefüllten Album die Dicke der Fotos ausgleichen sollen.


Auf dem letzten Foto kann man beim aufgeschlagenen Album noch einmal schön diese Kartostreifen erkennen.


Über Eure Kommentare würde ich mich wie immer riesig freuen. Vielleicht möchte ja auch jemand ein Beispiel seines Schaffens zeigen?

Bis bald.

Der Bücheronkel

Mittwoch, 29. Mai 2013

Das Hochzeitsgeschenk

Vor kurzem waren die Basteltante und ich auf eine Hochzeit eingeladen. Da stellt sich immer wieder die Frage, was man denn zu so einem Anlass schenken möchte. Da es auch keine Hochzeitsliste gab, war die Auswahl besonders schwierig. Einfach nur Geld finden wir halt auch nicht so schön. Da haben wir uns darauf besonnen, was wir mit am besten können, nämlich Bücher binden. Da es bei einer Hochzeitsfeier ja auch immer jede Menge Fotos gibt, haben wir uns entschieden, ein Fotoalbum zu binden. Da dieses sowohl was Zeitaufwand und Material anbelangt ein sehr aufwändiges Geschenk darstellt, gab's dazu nur noch wenig Geld.
Nun aber zum Album. Für die Seiten habe ich den gleichen Fotokarton benutzt, wie die Basteltante ihn für die Seiten des England-Album benutzt hatte. Er hat ein Flächengewicht von 300g/qm und ist in einem Chamois-Ton gehalten. Als Vorsatzpapier haben wir unseren Standard verwendet, Maschinen-Bütten in Gelblich-Weiß. Der Buchblock ist fadengeheftet und enthält schmale Kartonstreifen am Rücken, die die Dicke der Fotos ausgleichen sollen. Eine Anleitung, wie man ein solches Fotoalbum herstellt, wird demnächst hier in unserem Blog erscheinen. Für den Einband haben wir in einem Papierladen im benachbarten Neunkirchen/Saar ein schönes Überzugspapier gefunden. Es ist ein handgeschöpftes, eher offenporiges Papier, das blau gefärbt ist, wobei man die Faserstruktur an der dunkelblauen Äderung im hellblauen Grund erkennen kann - man spricht auch von Batik-Papier. Darauf befindet sich ein Blumenranken-Motiv in silbernem Druck. Den Rücken und die Ecken habe ich mit einem halbdunkelblauen Gewebe bezogen, bei dem man die Leinenstruktur schön an Farbnuancen erkennen kann. Auf den Buchrücken habe ich die Namen der Beschenkten mit einer Regenbogenfolie geprägt.
Doch genug der Worte, schaut einfach selbst:


Auf dem ersten Foto sieht man die Vorderseite des Fotoalbum in einer Totale, man kann schön die Gesamtwirkung erkennen.


Das zweite Bild zeigt das Überzugpapier etwas näher. man erkennt schön die Struktur des Papier sowie die silbernen Blumenranken. Das Papier ließ sich übrigens sehr gut verarbeiten, es war von sehr guter Qualität.


Auf dem dritten und letzten Foto sieht man nun als Detail die Namensprägung. Als Schriftart habe ich eine Schreibschrift gewählt, da ich zu dem vorgesehenen Anlass eine Prägung in einer Antiqua-Schrift oder aber in einer Grotesk als nicht passend empfunden hätte. Hier kann man auch schön die Regenbogenfärbung der Prägung erkennen. Die verwendete Folie läßt sich auf offenen Einbandgeweben nicht sehr gut verarbeiten, wobei im vorliegenden Fall das etwas unklare Schriftbild seinen eigenen Reiz hat. Weiters sieht man schön die Leinenstruktur des Gewebes.

Was meint Ihr, hättet Ihr Euch über ein solches Hochzeitsgeschenk gefreut? Gefällt Euch das Album? Wenn nicht, was stört Euch daran? Oder was schenkt Ihr zu Hochzeiten? Hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar, ich würde mich sehr darüber freuen.

Bis bald!

Der Bücheronkel

Sonntag, 26. Mai 2013

{Oreo-Stuffed Chocolate Chip Cookies} Keks x Keks = Keks²

Schokotröpfchen... das verspricht etwas Schokoladiges
Als ich diese Kekse entdeckte, war für mich sofort klar, dass sie getestet werden müssen. Meine bessere Hälfte war auch sofort begeistert und benannte sie in "Kekse²" ("Kekse zum Quadrat") um! Ein passender Name, wie ich finde, denn "Picky Palate's Oreo-Stuffed Chocolate Chip Cookies" ist viel zu lang und schon fast ein Zungenbrecher. ;)

Verlockend: Keks im Keks!
Das Rezept habe ich wieder einmal bei bakerella entdeckt. Hier meine Übersetzung, für die Umrechnung habe ich einen Umrechner im Internet bemüht:

Kekse²
oder
{Oreo-Stuffed Chocolate Chip Cookies}

Zutaten:
 (für ca. 20 bis 25 Stück)

230 g Butter, zimmerwarm
3/4 Tasse (170 g) brauner Zucker
1 Tasse (225 g) weißer Zucker
2 große Eier
1 EL Vanilleextrakt
3 1/2 Tassen (420 g) Mehl
1 TL Salz
1 TL Backpulver
150 g Schokotröpfchen o.ä.
20 bis 25 Oreo-Kekse (Double Stuff) o.ä.

Zubereitung:
1. Backofen auf 175°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen.

2. Butter und Zucker verrühren, bis eine fluffige Masse entstanden ist. Dann Eier und Vanille zugeben und gut verrühren.

3. Mehl in eine weitere Schüssel sieben und mit Salz und Backpulver gründlich vermischen. Nach und nach unter die Butter-Zucker-Eier-Masse geben und gut verrühren.

4. Mit einem Löffel oder Eisportionierer kleine Portionen des Keksteig abstechen, auf ein Backblech setzen, einen Oreo-Keks drauf setzen...


...wieder eine Portion Keksteig drauf und das Ganze mit den Händen zu einem großen Keks verschließen. Der Oreo-Keks sollte vom Teig komplett umschlossen sein.

 

5. Die großen Kekse mit genügend Platz zueinander auf ein Backblech setzen und im Ofen auf mittlerer Schiene ca. 11 - 15 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen, dann zum Auskühlen auf ein Kuchengitter legen.


Kostengünstige Alternative zu Oreo-Keksen aus dem Discounter
Double Stuff Oreo-Kekse bekommt man bei uns eher schlecht, die Original-Kekse finde ich persönlich auch meist recht teuer, daher habe ich die nachgemachten Kekse aus dem Discounter gekauft. Die schmecken auch nicht schlecht, im eingebackenen Keks habe ich sowieso keinen Unterschied mehr bemerkt. Ich kann mir gut vorstellen, dass andere Kekse als Füllung auch gut schmecken, oder vielleicht mal was Schokoladiges ausprobieren?

Die Kekse sind verdammt lecker geworden, auch wenn sie bei mir etwas mehr auseinandergelaufen sind und am Ende wie kleine UFOs aussahen. Außerirdisch gut! ;)

 

Ich habe sie übrigens an meine Kollegen verfüttert, die waren von der Idee, einen Keks in einen Keks zu backen, begeistert.

Bis bald,
die Basteltante



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