Dienstag, 19. März 2013

[Anleitung] Buchblock in Fadenheftung

Ich habe ja bereits einige selbst gebundene Bücher hier gezeigt. Doch wie macht man so etwas überhaupt? Im Folgenden will ich versuchen, eine Anleitung zu geben, die es jedem erlaubt, einen Buchblock in "klassischer" Fadenheftung herzustellen. In weiteren Anleitungen werde ich dann beschreiben, wie eine passende Einbanddecke entsteht und man beides zu einem Buch vereint.

Sollten irgendwelche Begriffe nicht ganz klar sein, dann sollten sie im Glossar zu finden sein. Falls nicht könnt Ihr aber auch einen Kommentar hinterlassen, ich werde mich dann bemühen, alle Unklarheiten zu beseitigen. Auch bei anderen Fragen solltet Ihr Euch nicht scheuen, nachzufragen. 

Kommen wir zunächst einmal zu den Materialien und Werkzeugen, die wir brauchen:
  • Buchbinderzwirn (ein starkes Leinenzwirn, welches gewachst ist, damit es gut durch das Papier gleitet)
  • Buchbindernadel (eine Nähnadel tut es hier zur Not auch)
  • im Idealfall ein Falzbein (zur Not kann man mit dem Daumennagel falzen)
  • eine Ahle (zum Vorstechen der Löcher und straff Ziehen der Heftung, man kann sich hier aber auch mit einer Nadel behelfen)
  • mehrere Bretter
  • 4 Schraubzwingen
  • Buchbinderleim (hier braucht man einen Leim, der elastisch bleibt, ich verwende hier Planatol BB, ansonsten sollte man nach Lumbeckleim Ausschau halten)
  • Buchbinderleinen
  • Papier für den Buchblock
  • Vorsatzpapier
  • Schirtinggewebe
  • Leimpinsel 
  • Cutter
  • Lineal
  • Hammer
  • Kapitalband
Beginnen wir mit dem Papier. Industriell gefertigtes Papier hat aufgrund der Herstellungsmethoden eine sogenannte Laufrichtung. Diese kann man feststellen, indem man das Papier biegt. Die Richtung, in der es sich leichter biegen lässt, entspricht dieser Laufrichtung. Auch beim Reißen wird sich das Papier mit der Laufrichtung einfacher und gerader reißen lassen, gegen die Laufrichtung reißt es gerne in Form eines Bogens. Man kann das Papier jedoch auch anfeuchten, dann rollt es sich parallel zur Laufrichtung. Als Faustregel kann man sagen, dass Papier bis Größe DIN A4 meist als Schmalbahn verkauft wird, das heißt, die Laufrichtung ist parallel zur langen Papierseite und Papier ab DIN A3 ist meist in Breitbahn gehalten, das heißt, die Laufrichtung ist parallel zur schmäleren Seite. Wir verarbeiten Papier immer so, dass die Laufrichtung parallel zum Buchrücken verläuft.
Meist wird das Papier als kompakter Block vor uns liegen. Um besser die Blätter für die einzelnen Heftlagen abzählen zu können, hält man es auf einer Seite fest und streicht auf der anderen Seite flach mit dem Falzbein darüber, um es aufzufächern.

Auffächern des Papierstapels

Nun zählt man so viele Blätter ab, wie man bequem mit der Nadel durchstechen kann (es bieten sich vier oder fünf Blätter an). Diese stößt man wieder an den Kanten glatt und faltet sie Ecke auf Ecke. Um nun einen scharfen Falz zu erhalten streicht man mit dem Falzbein erst über zwei Drittel der Falzlänge in die eine Richtung, dann über ein Drittel in die andere und wiederholt diesen Vorgang.

Falzen der Heftlagen

Hat man letztlich genügend Heftlagen für die gewünschte Dicke des Buches hergestellt und ist ein separates Vorsatz gewünscht (ansonsten kann man direkt mit dem Niederpressen der Heftlagen fortfahren), dann kann man das Vorsatzpapier falzen und schneiden und zwar so, dass es von der Größe her zu den Heftlagen passt (hier kommt es nicht auf den Millimeter an, aber es sollte weder zu sehr überstehen, noch zu klein sein - besonders an Ober- und Unterseite). Für jeden Buchblock braucht man zwei Vorsatzlagen. Nun legt man zwei Heftlagen pro Buchblock zur Seite. Das Vorsatz legt man so aufeinander, dass die Falzseiten aufeinander liegen und um je zwei bis drei Millimeter verschoben sind (siehe Bild).

Anordnung der Vorsätze zum Einleimen

Diese bestreicht man dann gleichmäßig mittels Pinsel mit Leim. Auf je eine Heftlage wird eine Vorsatzlage angebracht. Dabei hält man einen Abstand von etwa einem Millimeter zwischen dem Falz der Heftlage und demselben der Vorsatzlage, damit man nachher den Vorsatz nicht mit der Heftnadel beschädigt.

Heftlage mit aufgeklebtem Vorsatz

Dies wiederholt man für alle Heftlagen, die eine Vorsatzlage erhalten sollen. Um diese Verbindung zu verstärken - schließlich hält sie später das gesamte Gewicht des Buchblocks in der Einbanddecke - schneidet man für jede Vorsatzlage einen Streifen Schirting, der etwas kürzer ist, als die Höhe der Heftlagen. Nun bestreicht man einen Schirtingstreifen mit Leim - und zwar die Seite, die auf der Rolle außen gelegen war - legt ihn mit der beleimten Seite nach oben auf den Tisch und legt die Vorsatzlagen mit der Vorsatzseite nach unten darauf, wobei man das Schirting etwa drei Millimeter überstehen lässt. Diese drei Millimeter schlägt man nun um, sodass sie knapp um den Falz der Heftlage herumreichen. Das sieht nun folgendermaßen aus.

Mit Schirting verstärkte Vorsatlage
oben: Vorsatzseite
unten: zum Buchblock gelegene Seite










Diese Schritte wiederholt man nacheinander für alle Vorsatzlagen. Ist man damit fertig, dann legt man die Buchblöcke zusammen, das heißt, auf eine Heftlage mit Vorsatz kommen die restlichen Heftlagen und darauf wieder eine Heftlage mit Vorsatz, wobei der Vorsatz außen ist. Diesen Stapel legt man zwischen zwei Bretter (die Falzkanten sollten schön gerade aufeinander liegen) und presst sie mittels der Schraubzwingen.

Niederpressen der Heftlagen

Ich benutze hier zum Pressen eine selbstgebaute Handpresse, die vier Schraubzwingen sind jedoch für den Anfang auch vollkommen ausreichend.
Nach einiger Zeit (eine halbe Stunde für die Heftlagen des ersten Buchblocks, die Lagen für einen weiteren Block können niedergepresst werden, während man den ersten Block heftet) kann man die Heftlagen aus der Presse entnehmen und mit dem Heften beginnen. Dazu schneidet man vom Buchbinderleinen einen etwa 1 - 1,5 cm breiten Streifen ab. Diesen befestigt man mit einem Streifen Klebefilm auf einem Stück Karton, den man dann mit dem Leinenstreifen nach unten an die Tischkante legt. Darauf kommt die erste Heftlage (Vorsatz nach unten). Da hier das Vorsatz mittels Schirting angebracht wurde, sticht man die Löcher vor, durch die später geheftet wird. Dazu bedient man sich sinnvollerweise einer Ahle. Diese hält man dabei bei dieser ersten Lage möglichst waagerecht, um nicht in das Vorsatzpapier hinein zu stechen. Später bei der letzten Heftlage sticht man aus dem selben Grund senkrecht.

Vorstechen

Alle anderen Heftlagen werden in einem Winkel von 45° durchstochen. Man kann auch diese Heftlagen mit der Ahle vorstechen, dies ist jedoch nicht unbedingt notwendig. Wichtig ist jedoch, dass man alle Einstiche von innen nach außen führt, damit später kein Leim in die Lagen hineinläuft. Löcher kommen jeweils eines etwa 1,5 cm von beiden Rändern der Heftlagen entfernt und je eines rechts und links des Heftbandes (dies sieht man auf dem nächsten Bild).
Nun schneidet man ein Stück Zwirn ab. Dies kann man an den Heftlagen abmessen. Dabei soll der Zwirn so lang sein, wie die Anzahl der Heftlagen mal deren Höhe (bei z.B. zehn Heftlagen misst man zehn Mal die Höhe einer Heftlage ab). Allerdings soll der Zwirn nicht länger sein, als beide ausgebreitete Arme lang sind, genügt das nicht für den ganzen Buchblock, so kann man beim Heften einen neuen Faden ansetzen. Den Zwirn fädelt man in die Nadel ein und sticht rechts in das erste vorgestochene Loch. Aus dem nächsten Loch führt man den Faden wieder heraus, führt ihn außen am Heftband vorbei durch das nächste Loch erneut in die Lage hinein und durch das letzte Loch wieder heraus. Bindet man größere Bücher, so kann man die Anzahl der Heftbänder erhöhen, folgt jedoch beim Heften immer diesem Schema. Man läßt dabei rechts so viel Faden überstehen, dass man ihn bequem verkoten kann, den Rest zieht man komplett durch die Lage hindurch (man kann den Faden recht weit durch das Öhr ziehen und dann immer etwas nachgeben, damit man nicht so viel durch die Löcher hindurchziehen muss).

Heftschema

Nun legt man die nächste Lage möglichst passend auf die erste auf und beschwert die in der Mitte aufgeschlagene Lage mit einem Gewicht. Das Heften erfolgt hier von links nach rechts. Das erste Loch sticht man mit der Nadel von innen nach außen, zieht die Nadel heraus und sticht durch dieses Loch nach innen. Nun sticht man das übernächste Loch rechts des Heftbandes von innen nach außen, zieht die Nadel zurück und sticht das Loch links des Heftbandes und zieht den Faden hindurch, um den Heftfaden herum und in das vorgestochene Loch wieder hinein. Zuletzt sticht man wieder von innen nach außen und zieht den Faden durch. Als nächstest setzt man das Gewicht auf die Heftlage auf (diese ist nun geschlossen) und zieht den Faden vorsichtig straff. Nun wird das überstehende Ende mit dem Faden verknotet. Es folgt die nächste Lage. Hat man diese geheftet, dann folgt der sogenannte Fitzbund. Dabei wird der Faden straff gezogen und zwischen den beiden vorherigen Lagen hindurch um den dortigen Faden herum und durch die entstehende Schlaufe hindurch geführt, bevor man den entstandenen Knoten anzieht und mit dem Heften nach bekanntem Schema fortfährt.

Fitzbund

Ist der Faden zu kurz, so kann man neu ansetzen, indem man den alten Faden nach dem Fitzbund überstehen lässt, mit einem neuen Faden weiterheftet und bevor man den Knoten am nächsten Fitzbund macht mit dem alten Faden verknotet (ähnlich wie in der ersten Lage).
Hat man die letzte Heftlage geheftet, dann verfährt man ähnlich wie beim Fitzbund, man umschlingt den Faden mit dem Fadenende jedoch drei mal statt nur einmal.

Abschluss der letzten Heftlage

Ist das Heftband lang genug, kann man über dem ersten einen zweiten Block heften. Dieser ist mit dem ersten Block in keinem Fall zu verbinden, damit man die beiden Buchblöcke nch dem Heften trennen kann. Dazu schiebt man den oberen Block auf dem Heftband nach oben und durchtrennt dieses Band zwischen den beiden Buchblöcken.

Zwei Buchblöcke auf ein Band geheftet

Die überstehenden Enden des Heftbandes werden nun so weit gekürzt, dass sie mit dem Schirting bündig abschließen und mit Leim auf Ober- und Unterseite des Buchblocks befestigt.

Das Heftband schließt bündig mit dem Schirtingstreifen ab

Als nächstes fixiert man die Knoten des Heftzwirns mit Leim und zieht nach kurzer Zeit (hier sollten ein bis zwei Minuten genügen), in der der Leim etwas anziehen kann, die Schlaufen um das Heftband herum straff. Dazu legt man den Buchblock zwischen zwei Bretter und beschwert ihn mit Gewicht. Mit der Ahle sticht man durch eine Schlaufe hindurch und zieht vorsichtig vom Buchblock weg. Dies wiederholt man für alle Heftlagen. Hat man mehr als ein Heftband, dann braucht man dies dennoch nur für ein Heftband zu machen.

Festziehen der Heftung

Danach bestreicht man den Rücken des Buchblocks mit Leim. Diesen kann man mit dem Finger oder der Hammerfinne etwas einreiben. Dann entfernt man das Gewicht und richtet den Buchblock mit Hilfe eines Stück Pappe in sich gerade aus, bevor man das Gewicht wieder aufsetzt.

Ausrichten des Buchblocks beim Ableimen

Mehrere Buchblöcke kann man so mit zwischenliegenden Brettern aufeinander stapeln.

Anordnung mehrerer Buchblöcke zur Trocknung beim Ableimen

Nach dem Trocknen (der Leim ist nun transparent und nicht mehr weiß) können die Buchblöcke beschnitten werden. Da man niemals so genau arbeiten kann und die Heftlagen durch das Falzen vorne heraus auch nicht ganz glatt sind, sind die Schnitte noch eher unschön. Um das zu beheben und den Buchblock auf die endgültige Größe zu bringen, wird er beschnitten. Am besten ist es, wenn man eine Schneidemaschine (Planschneider oder Stapelschneider) dafür hat. Allerdings werden das die wenigsten im Keller stehen haben. Aber vielleicht kennt man eine kleinere Buchbinderei in der Nähe, wo man seine Buchblöcke beschneiden lassen kann, oder man hat einen Papier- und Bastelladen, die einen Stapelschneider haben und einem die Buchblöcke beschneiden können. Alternativ gibt es auch den sogenannten Beschneidehobel, der in der Anschaffung jedoch auch noch etwas teuer zu Buche schlägt. Hat man all das nicht, dann kann man sich mit einem Lineal und einem Cutter behelfen. Man legt das Lineal auf den Buchblock entlang der beabsichtigten Kante und schneidet mit dem Cutter (ein frischer Klingenabschnitt wäre ideal) entlang des Lineals. Dabei achtet man darauf, den Cutter möglichst senkrecht zu führen und nicht zu viel Druck auszuüben. Mit einem Zug sollen maximal 2-3 Blätter geschnitten werden.

Beschneiden des Buchblocks von Hand - es werden maximal zwei oder drei Blätter durchschnitten

Dies ergibt einen Schnitt, der zwar nicht so schön ist, wie mit der Maschine, aber dafür hat man ihn auch selbst gemacht.

Von Hand hergestellter Vorderschnitt

Das Bild zeigt den Vorderschnitt, der mit der Cutter-Technik entstanden ist. Um fortzufahren habe ich die beiden Buchblöcke jedoch mit der Maschine beschnitten.
Bei den beschnittenen Buchblöcken kann nun der Rücken gerundet werden. Dazu legt man den Block auf eine stabile Unterlage. Mit der linken Hand hält man den Block fest, wobei die vier Finger auf der Oberseite Druck auf die Unterlage und Zug zur Vorderkante ausüben. Der Daumen hält am Vorderschnitt dagegen, drückt also etwas zum Buchrücken. Nun klopft man mit der Breitseite des Hammer von links beginnend nach rechts auf den Buchrücken, wobei sich die Lagen so zueinander verschieben, dass eine Rundung entsteht. Ist die Rundung genügend, dreht man den Buchblock um und bearbeitet die zweite Seite ebenso, bis eine angemessene Rundung entstanden ist.

Runden des Buchrückens mit dem Hammer

Als nächstes wird der Buchblock zum sogenannten Abpressen eingepresst. Dazu legt man ihn so auf ein Brett, dass er etwa 8 mm übersteht und legt ein zweites Brett genau über dem ersten darauf. Man kann einen weiteren Buchblock auf das zweite Brett legen, auf diesen kommt wieder ein Brett. Immer sollen 8mm des Buchblocks überstehen. Die Blöcke zwischen den Brettern presst man nun mit den Schraubzwingen kräftig zusammen.

Position des Buchblocks zwischen den Brettern beim Abpressen

Nun schneidet man Streifen vom Leinen oder von Packpapier, die minimal größer sind, als die Dicke des Buchblockrückens und etwas kürzer, als der Buchblock hoch.

Breite des Packpapierstreifens zum Hinterkleben

Dann bestreicht man den Rücken des Buchblocks dünn mit Leim. Der Streifen wird ebenfalls eingeleimt und etwas weichen gelassen (eine halbe Minute sollte hier ausreichen). Nun hinterklebt man den Buchblock mit dem vorbereiteten Streifen, wobei dieser minimal auf die Schirtingfälze hinüberreichen soll. Da sich der geweichte Streifen etwas gedehnt hat und beim Trocknen wieder zusammen zieht, wirkt dieser wie eine Klammer, die den Buchrücken zusammen hält. Außerdem bewirkt das Hinterkleben, dass die Rundung des Buchblocks erhalten bleibt. Das Abpressen erzeugt einen Falz, der sich nachher in die Form des Einbandes schmiegt.
Nachdem die Buchblöcke über Nacht getrocknet sind, kann man nun das Kapitalband anbringen. Dieses sollte farblich zum geplanten Einband passen. Dazu bestreicht man den Rücken so breit mit Leim, wie das gewebte Band am Kapitalband breit ist. Man legt das Kapitalband so an, dass der farbige Zierteil über den Schnitt hinaus übersteht und die Kante an den Vorsatzfalz anstößt.

Angebrachtes Kapitalband vor dem Abschneiden

Nun schneidet man mit der Schere das Kapitalband entlang des gegenüberliegenden Vorsatzfalzes ab. beim Blick gegen das Licht sollte man zwischen Kapitalband und Buchschnitt kein Licht hindurchscheinen sehen.

Entlang des Falzes abgeschnittenes Kapitalband

Damit ist der Buchblock fertig. Als nächstes macht man eine Einbanddecke und verbindet beides zu einem fertigen Buch. Dies beschreibe ich in einer folgenden Anleitung.

Ich hoffe, die Anleitung gefällt.
Bis zum nächsten Mal.

Euer Bücheronkel




Wir freuen uns über Fotos von euren Werken, die ihr mit Hilfe unserer Anleitungen gemacht habt, und würden sie gerne an unsere Pinnwand pinnen. :) Wenn ihr Lust habt, sendet uns dazu einfach euer Foto per e-mail an diebasteltante@sags-per-mail.de oder verratet uns den Link, wo wir euer Foto finden können.

Kommentare:

  1. Tolle Anleitung. :)
    ich hab mal eine Frage: Muss man nicht bevor man das Packpapierstreifen anklebt, vorher noch Gaze an den Rücken kleben, wegen der Stabilität oder kann man die Gaze weglassen?

    Liebe Grüße,
    Nico

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  2. Das mit der Gaze kann man machen, ist aber nicht unbedingt notwendig. Das Hinterkleben ist schon ausreichend für die Stabilität. Anders sieht's aus, wenn man statt zu hinterkleben nur mit Steife behandelt, aber das Leinen oder Papier gibt genügend Stabilität. Ich verwende Heftgaze fast nur bei Klebebindungen nach dem Lumbeck-Verfahren oder bei Reparaturen, wenn Buchblöcke, die schon nicht mehr ganz stabil sind, erhalten werden sollen.

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  3. Hallo Bücheronkel,

    wenn man das Shriting an die erste Lage klebt, sieht man dann nicht im Buchinneren, zwischen der ersten und zweiten (und letzten und vorletzten) Lage das Shirting durchblitzen?

    Viele Grüße und vielen Dank
    Maria

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  4. Hallo Maria,

    das ist eine gar nicht so schlechte Frage. Damit das nicht der Fall ist, sollte man das Shirting wirklich nur 3mm überstehen lassen, bevor man es um den Falz umschlägt. Da beim Ableimen des Buchblocks etwas Leim zwischen die Lagen eindringt, sieht man das Shirting später nicht mehr. Um das Eindringen des Leims zwischen die Lagen zu fördern, kann man den Leim auch mit der Hammerfinne auf dem Buchblockrücken verreiben.

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  5. Was für eine starke Anleitung ! Super danke ! LG Anke

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    1. Freut mich, dass Dir die Anleitung gefällt.

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  6. Das ist die nächste Anleitung die ich ausprobieren werde. Die Japanische Buchbindung klappt schon bestens! (dank deiner guten Anleitung) Macht riesig Spass. Zum Glück habe ich mehrere Jahre keine Ferienfotos eingeklebt, so habe ich material zum Üben.

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  7. Das ist die beste Anleitung, die ich je gelesen habe! Vielen Dank dafür!

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  8. Wunderbar diese Anleitung, ich habe es Schritt für Schritt gemacht und auch mein Wissen weitergegeben. Schau mal heute in meinen Blog: http://muellerinart.blogspot.de/2015/06/herausforderungen.html
    die Fotos darfst du dir gerne mitnehmen.
    Allerdings habe ich in meinen Workshops nie soviel Zeit zum Trocknen und Beschweren und Pressen, klappt trotzdem. Grüße von Michaela

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    1. Hallo Michaela,
      prima, dass Du mit der Anleitung so gut zurecht gekommen bist. Die Zeiten für Trocknung und Pressen habe ich bewusste eher länger gewählt, damit man auf der sicheren Seite ist. Mit etwas Erfahrung wird man dann schon feststellen, wann man weiterarbeiten kann. Habe Deinen Eintrag auch schonmal überflogen. Die Ergebnisse sind doch sehr schön geworden. Sicher wird die Basteltante, die diesen Blog intensiver als ich betreut gerne auf Dein Angebot mit den Bildern zurückkommen. Weiterhin viel Spaß bei dieser schönen kreativen Beschäftigung. Gruß vom Bücheronkel

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