Donnerstag, 22. Januar 2015

Pimp your sofa

 

Mein Sofa war damals ein recht günstiges, einfaches Stück und hat nun schon einige Jahre auf dem Buckel. Den Kissen, die man nicht waschen kann, merkt man das irgendwann an. Außerdem ist es ja auch langweilig, wenn man immer den gleichen Look vor Augen hat. Also habe ich auf dem Stoffmarkt mal wieder bei einem schönen Stoff zugegriffen und ein paar neue Kissenhüllen für mein Sofa genäht.


Der blaue Dekostoff stammt vom Stoffmarkt Holland, der meist zweimal im Jahr in meiner Nähe vorbeikommt. Ich finde, dass das Blau sehr gut zum restlichen Sofa passt, und das Muster gefällt mir sowieso.

Die Bezüge für die kleinen Kissen habe ich aus einem groben Leinenstoff genäht, den ich beim letzten Kurzurlaub in Amsterdam auf einem Markt gekauft hatte. Daraus habe ich bereits eine Tasche genäht. Die Reste haben gerade noch für zwei Kissenhüllen gereicht.

Kisstenhülle mit Hotelverschluss und Knopf
Den Hotelverschluss hinten muss man nicht verschließen, ich habe aber jeweils einen großen Knopf angebracht, der die Öffnung zum einen ein wenig fixiert und zum anderen auch dekorativ aussieht.


Wie verschönert ihr am liebsten euer Sofa?

Bis bald,
Gerdi

Donnerstag, 15. Januar 2015

[Handmade book of the month] Buttonhole Stitch

Diesen Monat zeige ich euch ein Buch, das vor ca. 5 bis 6 Jahren entstanden ist. Kennt ihr schon den Buttonhole Stitch oder zu Deutsch: die Knopflochbindung? Hier habe ich ein Beispiel für euch, wie sowas aussehen kann. Das Buch ist natürlich eine ziemlich bunte Mischung, da ich damit viel experimentiert habe.
Zum einen war die Bindung für mich neu. Zum anderen wollte ich unbedingt einmal testen, wie sich Verpackungsfolie von Keksen verarbeiten lässt. Und zuguterletzt wollte ich auch noch wissen, wie gut sich Häkelgarn für's Buchbinden eignet.

Buttonhole Stitch

Das Ergebnis dieser drei Experimente seht ihr vereint in diesem Buch. Ich kann sagen, dass diese Art der Bindung durchaus schöner anzuschauen ist, wenn man beim Kombinieren von Farben und Motiven geschickter vorgeht als ich. ;) Damit die Bindung gleichmäßig wird, braucht man ein bisschen Übung. Falls ihr das gerne mal ausprobieren möchtet, findet ihr z.B. HIER eine Anleitung.

Buttonhole Stitch

Verpackungsfolie von Lebensmitteln lässt sich durchaus zum Einbinden von Buchdeckeln verwenden, man braucht allerdings den richtigen Leim. Mit dem normalen Papierleim wird das nichts, weil allein schon der Leim auf der glatten Oberfläche der Folie einfach nicht richtig haftet. Stattdessen kann man z.B. Planatol AD94/5B verwenden. Das ist ein Leim, der speziell dafür geeignet ist, saugfähige Materialien wie Papier mit glatten Oberflächen zu verkleben.

Ein Blick auf die erste Seite: Buch mit Knopflochbindung
Es ist nicht immer einfach, in Deutschland farbigen und bereits gewachsten Buchbinderzwirn zu finden. Wenn man nicht gerade teuer im Ausland bestellen möchte, sucht man so seine Alternativen. Hier habe ich Häkelgarn ausprobiert. Sofern man nicht allzu sehr auf Langlebigkeit eines Garns abzielt, sondern vielmehr Farbe bzw. Design im Vordergrund steht, kann man erstaunlicherweise fast jedes Garn benutzen. Je reißfester es ist, desto besser. Man sollte es lediglich zuvor wachsen, da sich der Faden dann besser durch die Papierlagen ziehen lässt. Außerdem verknotet er so nicht von selbst, das kann einem sonst wirklich den letzten Nerv rauben. Am besten probiert man sich einfach mal durch und sammelt seine Erfahrungen, da nicht jedes Garn gleich gut geeignet ist.

Habt ihr Anregungen oder Fragen?

Bis bald,
Gerdi

Mittwoch, 7. Januar 2015

Carrot Cocos Cake

Ich weiß nicht, wie es gekommen ist, aber seit einiger Zeit fahr' ich total auf Kokos ab, obwohl ich sonst Kokos in jeglicher Form immer verschmäht habe! Doch im Laufe eines Lebens kommt es wohl ab und zu vor, dass der Geschmack sich verändert, so auch bei mir.
Doch eigentlich bin ich über das folgende Rezept gestolpert, weil ich ganz bewusst eines gesucht habe, in dem ich die eine Dose gesüßte Kondensmilch verarbeiten wollte, die ich in meinem Vorratsschrank gefunden hatte. Die war schon eine Weile abgelaufen, doch ich dachte mir, dass sowas Süßes in einer Dose so schnell nicht verdirbt. Also Rezept gesucht, und hier ist es: ein herrlich saftiger Karotten-Kokos-Kuchen aus der Lecker Bakery (Special 2013 No. 3):

Carrot Cocos Cake
(im Heft auf S. 113)
für ca. 16 Stücke

Zutaten:
250 g Möhren
3 Eier (Gr. M)
Salz
100 g Zucker
175 g Mehl
100 g Kokosraspel
2 gestrichene TL Backpulver
1 Dose (400 g) gezuckerte Kondensmilch
50 g Kokoschips

Zubereitung:

1. Eine Springform (Durchmesser 26 cm) am Boden mit Backpapier auslegen. Ofen auf 175 °C (Umluft: 150°C) vorheizen. Möhren waschen, schälen und fein raspeln.

2. Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen, dabei zum Schluss Zucker einrieseln lassen. 2 EL kaltes Wasser unterrühren. Eigelb unterrühren. Mehl, 75 g Kokosraspel und Backpulver mischen. Mit Möhren unter die Eimasse heben.

3. Teig in der Form glatt streichen. Mit den restlichen Kokosraspeln bestreuen. Im heißen Ofen ca. 20 Minuten backen. Kurz herausnehmen und die gezuckerte Kondensmilch darauf verteilen. Kokoschips darüber streuen. Bei gleicher Temperatur ca. 15 Minuten weiter backen. Herausnehmen und auskühlen lassen.

Das Lustige bei meiner Kondensmilch war, dass sie durch das lange Stehen karamellisiert war. In meinem Vorratsschrank ist es nämlich nicht unbedingt kühl. Und was man sonst durch Kochen der Dose erreicht, war hier einfach nur durch das Herumstehen passiert. Ich habe die Kondensmilch trotzdem verwendet, denn sie war noch nicht verdorben. Und ich muss sagen, dass der Karamellgeschmack sehr gut zu dem Kuchen gepasst hat. Insgesamt war er sehr lecker, super saftig und schmeckte ganz wunderbar nach Kokos. Sehr zu empfehlen. Außerdem finde ich, dass es mal eine schöne Variante des allseits beliebten Rüblikuchens ist.

Welche Version des Rüblikuchens mögt ihr am liebsten? Habt ihr es auch schon in Kombination mit Kokos probiert?

Bis bald,
Gerdi
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