Montag, 25. Februar 2013

Zwei Herren-Sweatshirts


Nicht nur für mich habe ich kürzlich Pullover genäht, nein, auch für meine bessere Hälfte. Hierzu habe ich den Schnitt verwendet, den ich auch schon für DIESES T-Shirt verwendet hatte, den habe ich mir von einer Schneiderin kopieren dürfen. Den hatte sie mal für einen Freund erstellt, der zufällig ähnliche Proportionen wie meine bessere Hälfte aufweist, daher passte das. Allerdings hatte ich dann doch so meine Probleme mit den Sweatshirts, um genau zu sein mit den Armen und dem Ausschnitt.

Sweatshirt Nr. 1 von vorn
Problem Nr. 1: die Arme
Der Schnitt, den ich habe, ist durchaus für lange Ärmel konzipiert, für T-Shirts lässt man den Stoff für die Arme einfach nur kurz. Da der Schnitt am Oberkörper einwandfrei passt, kam ich nicht auf die Idee, dass dies ausgerechnet bei langen Ärmeln nicht der Fall sein könnte. Insgesamt habe ich dreimal die Ärmel zuschneiden müssen. Beim ersten Mal war die Öffnung für die Hände zu eng. Beim zweiten Mal passten die Hände durch die Öffnung, doch dann war der Ärmel an den Unterarmen zu eng und blieb stecken. O-Ton meiner besseren Hälfte: "Tja, ich hab' eben Popeye-Arme." - Er übertreibt wie immer maßlos. Männer eben... ;)
Beim dritten Mal hat es dann glücklicherweise endlich gepasst. Ein seltsamer Schnitt ist das, der da für die Arme herhalten soll. Entweder hatte der Freund der Schneiderin superdünne Ärmchen, oder aber sie hatte nie Pullover für ihn genäht. Oder vielleicht ist der Schnitt für sehr dehnbare Stoffe ausgelegt? Wer weiß, aber immerhin habe ich diese Hürde irgendwann überwunden.

Sweatshirt Nr. 1 von hinten
Problem Nr. 2: der Ausschnitt
Der Ausschnitt bei diesem Schnitt ist irgendwie recht weit zu den Schultern hin, dafür aber eng am Hals. Wenn ich ihn so lasse, dann ist zwar rechts und links genügend Platz, aber die bessere Hälfte steht kurz davor, von seinem Pullover erstickt zu werden. Nicht gut, vielleicht brauche ich meinen Mann ja nochmal. ;)

Ausschnitt von Sweatshirt Nr. 2 (vorn)
Außerdem hatte ich mir ja schon bei erwähntem T-Shirt etwas schwer damit getan, ein Band am Ausschnitt anzunähen, ohne dass es wie ein Stehkragen aussieht. Ich wollte daher einfach nur wie bei den Pullovern für mich den Ausschnitt umklappen und absteppen, aber da ich die Teile schon zugeschnitten hatte und der Ausschnitt wie erwähnt zu den Schultern hin recht weit ist, wäre der Ausschnitt noch weiter geworden und hätte einfach nur blöd ausgesehen. Also blieb mir nicht viel anderes übrig, als eben doch wieder ein Band an den Ausschnitt zu nähen. Dabei musste ich auch noch berücksichtigen, dass der Ausschnitt vorne am Hals weiter werden muss.

Ausschnitt von Sweatshirt Nr. 2 (hinten)

Was soll ich sagen, ich hab' mich so durchgewurschtelt und es hat besser geklappt als erwartet. Der Ausschnitt sieht passabel aus (auf den Fotos sieht man, dass ich keine Overlock-Maschine besitze, daher sind die Schnittkanten etwas fransig, der Zickzackstich und ich sind noch nicht so gute Freunde...), fast  ganz ohne Falten und vor allem ohne Stehkragen, doch 100%ig zufrieden bin ich noch nicht. Das muss doch auch besser gehen... Ich werde weiter üben. :)


Ausschnitt von Sweatshirt Nr. 1
Der Stoff, den ich für die Pullover verwendet habe, ist ein leichter Sweatstoff. Für die Arme habe ich auch wie HIER schon zwei verschiedene Stoffe zusammengefügt, für den unteren Teil habe ich einen hellgrauen Sweatstoff gewählt, der angenehm weich ist. Mir persönlich gefällt die Kombination sehr gut, die bessere Hälfte scheint auch zufrieden.

Sweatshirt Nr. 2 von vorn
Sweatshirt Nr. 2 von hinten

Insgesamt bin ich mit den beiden Pullovern durchaus zufrieden, sie haben mir geholfen, weitere Erfahrungen und Übung zu sammeln. Trotzdem gibt es Verbesserungsmöglichkeiten. Vielleicht liest auch zufällig gerade jemand mit, der einen Tipp für mich parat hat? Wenn ja, immer her damit. :)

Bis bald,
die Basteltante

Mittwoch, 20. Februar 2013

12tel Blick - Februar 2013

Das Fotoprojekt 12tel Blick von Tabea Heinicker geht weiter und hier kommen meine 12tel Blicke für den Februar:

Blickwinkel Nr. 3, 10. Februar 2013, 13:08

Blickwinkel Nr. 8, 10. Februar 2013, 13:03
Zum Vergleich: HIER sind meine Bilder vom Januar zu sehen.
Da ich mich nicht entscheiden konnte, welchen Blickwinkel ich nehmen soll, hatte ich letztes Mal auch mehrere Fotos gemacht. Ich denke, ich werde in Zukunft eher bei dem Blickwinkel vom unteren Bild bleiben, da die Sonne hier tagsüber von der Seite kommt und nicht wie bei dem obigen Blickwinkel genau von vorn. Es ist für mich etwas schwierig, schöne Fotos mit Gegenlicht hinzubekommen. Immerhin bin ich froh, dass dieses Mal die Sonne geschienen hat, als wir losgezogen sind, um unsere Wiese zu fotografieren. Wie ich gehört habe, soll der Januar der dunkelste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnung gewesen sein - das glaube ich auf Anhieb!

Oder soll ich vielleicht doch die Wiese, die direkt gegenüber liegt, fotografieren? Die kleine Baumgruppe mittendrin hat auch was:

Blickwinkel Nr. 2, 10. Februar 2013, 13:08

Was meint ihr? Will mir jemand bei der Entscheidungsfindung helfen? :)

Weitere 12tel Blicke vom Monat Februar werden bei Tabea gesammelt: KLICK!

Es lohnt sich, vorbeizuschauen, ich bin auch schon gespannt und gehe daher gleich mal Bilder anschauen. :)
Wer Lust hat, auch mitzumachen, kann auch noch verspätet einsteigen.

Bis bald,
die Basteltante

Samstag, 16. Februar 2013

Selbstgemachter Stempel: Drache

Als ich vor kurzem spontan eine Geschenkschachtel zum Verschenken dieses Drachens brauchte und eine einfache, weiße Schachtel ein wenig aufhübschen wollte, fiel mir wieder die Anleitung für kleine selbstgemachte Stempel auf dem Dawanda-Blog ein. Einen Radiergummi hat man bestimmt immer daheim, dazu braucht man noch ein Schnitzwerkzeug wie zum Beispiel solche für Linolschnitte, und schon kann es losgehen.


Ich wollte etwas Passendes zu dem Geschenk, das in die Schachtel hinein sollte, und habe mir daher aus dem Internet eine kleine Vorlage für einen Drachen gesucht, die simpel und klein genug ist, dass man sie auf so einem kleinen Radiergummi noch gut ausschneiden kann. Ich bin tatsächlich fündig geworden. Ruckzuck war auch der Stempel fertig, mit dem ich die Schachtel in nullkommanix bestempelt hatte.


Das Ergebnis ist nett, ich habe das Gefühl, dass mir irgendwas fehlt, aber die Schachtel erfüllt erst einmal ihren Zweck. Mir hat es vor allem gut gefallen, wie einfach man sich so einen kleinen Stempel selbst herstellen kann, da juckt es schon fast wieder in den Fingern, noch mehr zu machen... :)

selbstgemachter Stempel aus einem Radiergummi
Auf jeden Fall eine hübsche Idee, mit der man kreativ rumspielen kann, wobei so ein kleiner Radiergummi eine recht begrenzte Fläche hat und somit die Wahl an Motiven stark eingeschränkt ist. Aber man kann natürlich auch andere (großflächigere) Materialien verwenden, man erinnert sich bestimmt noch an den guten alten Kartoffelstempel aus Kindertagen.

Bis bald,
die Basteltante

Mittwoch, 13. Februar 2013

Erdbeer-Joghurt-Muffins mit Erdbeerfrischkäsefüllung

Ein Fässchen mit "Almette Heimisches Obst Erdbeere" hatte ich neulich zum Probieren und sowohl mir als auch meiner besseren Hälfte schmeckte diese Sorte pur irgendwie nicht so gut. Zum Wegwerfen ist es aber auch zu schade, daher habe ich damit ein paar gefüllte Erdbeer-Joghurt-Muffins gebacken, die gar nicht schlecht geworden sind. Da fragt man sich natürlich: Erdbeeren im Winter? Ja, die Tiefkühlvariante kann man dafür nämlich auch verwenden. :)

Erbeer-Joghurt-Muffins
Erdbeer-Joghurt-Muffins mit Erbeerfrischkäsefüllung

Zutaten:
(für 12 Muffins)
100 g Schokotropfen
360 g Erdbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
250 g Mehl
2 1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
2 EL Kakaopulver
1 Ei
140 g Zucker
80 ml Pflanzenöl ODER 125 g Butter bzw. Margarine
200 g Naturjoghurt
75 ml Sahne oder Milch
1 Pck. Almette Heimisches Obst Erdbeere

zur Verzierung:
125 ml Sahne
2 EL Puderzucker

Zubereitung:
1. Backofen auf 190°C vorheizen. Muffinblech einfetten oder mit Papierbackförmchen auskleiden.
2. Die Erdbeeren auftauen bzw. frische Erdbeeren waschen und putzen. Wenn man frische Erdbeeren hat, 6 große oder 12 kleine für die Verzierung beiseite legen. Restliche Erdbeeren in kleine Stücke schneiden.
3. In einer Schüssel Mehl, Backpulver, Natron, Kakao und Schokotropfen miteinander vermischen.
4. In einer weiteren Schüssel das Ei verquirlen. Dann Zucker, Öl oder Butter, Joghurt, Sahne bzw. Milch und die Erdeerstückchen hinzugeben und verrühren. Zuletzt die trockenen Zutaten zugeben und nur solange rühren, bis die trockenen Zutaten feucht sind.
5. Die Muffinvertiefungen etwa zur Hälfte mit Teig befüllen, dann je etwa 1 - 2 TL des Erdeerfrischkäses auf den Teig geben und die Muffinvertiefungen mit dem restlichen Teig befüllen.
6. Muffins bei 180°C (Umluft: 160°C) auf der mittleren Schiene 25 bis 30 Minuten backen. Die Muffins einige Minuten ruhen lassen, dann aus dem Blech nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
7. Zur Verzierung die Sahne steif schlagen, in einen Spritzbeutel füllen und in Tupfen auf die Muffins spritzen. Darauf die beiseite gelegten Erdbeeren garnieren und nach Belieben noch mit etwas Puderzucker bestäuben.

Die Muffins sind lecker geworden, der Frischkäse für die Füllung passt dazu wunderbar, denn die Küchlein sind dadurch nicht so trocken geworden. Die Oberflächen sind wie bei einem Käsekuchen ein bisschen eingesunken, aber das macht beim Geschmack überhaupt keinen Unterschied. Ratzfatz waren sie alle aufgegessen.

Ein halbierter Muffin
Da ich faul war und keine frischen Erdbeeren hatte, habe ich die Muffins nur mit etwas Puderzucker bestäubt. Zur Verzierung könnte man natürlich unendlich andere leckere Varianten auf die Muffins setzen. Überhaupt ist das Rezept sehr flexibel, statt der Schokotropfen könnte man auch klein geschnittene Yogurette-Riegel oder andere Schokolade verwenden. Wer keinen Naturjoghurt zu Hause hat, kann auch Erdbeerjoghurt nehmen. Und für die Füllung tut's auch normaler Frischkäse, den dann einfach mit etwas Puderzucker und - nach Belieben - einigen pürierten Erdbeeren verrühren.

Das Rezept könnte ich mir auch wunderbar im Sommer vorstellen, dann vielleicht ohne Schokolade und ohne Kakaopulver, mit frischen Erdbeeren. Da wünscht man sich, dass der Winter ganz schnell vorbei geht.

Bis bald,
die Basteltante

Mittwoch, 6. Februar 2013

MMM: Leichter Pullover Nr. 2

Heute ist wieder MeMadeMittwoch.

Ihr erinnert euch vielleicht an diesen Pullover. Da ich beim Kauf des Stoffs sehr großzügig war, konnte ich noch einen zweiten Pullover für mich aus diesem Stoff nähen, den ich euch heute zeigen möchte.


Ich habe denselben Schnitt wie beim letzten Mal verwendet, die Anleitung findet ihr HIER. Da ich mir aber nicht genau notiert hatte, wo ich genau im Hüftbereich etwas zugegeben hatte und vor allem wieviel, ist dieser Pullover etwas enger geworden, aber noch passt er.


Außerdem habe ich die Ärmel etwas variiert, und zwar habe ich einen dunkelblauen Sweat-Stoff gekauft und die Ärmel so dann zweifarbig genäht. Ich war mir zunächst nicht sicher, wie das genau funktionieren soll, aber nach ein wenig Recherche und Überlegen habe ich den gemusterten und den unifarbenen Stoff entsprechend zugeschnitten und zusammengenäht, hat auch gut geklappt. Mir persönlich gefällt das sehr gut, wenn ein Pullover solche mehrfarbigen Ärmel hat, das sieht ein wenig so aus, als trage man ein T-Shirt über einem dünnen Pullover.


Die Säume habe ich dann dieses Mal wie in der Anleitung des Schnitts mit einem schmalen, kurzen Zickzackstich genäht, so dass der Saum sich wellt, das gefällt mir gar nicht so schlecht. Wenn man eine Overlock-Maschine besitzt, kann man damit auch einen Rollsaum nähen.

wellige Säume
Ich bin mit diesem Pullover nicht so zufrieden, irgendwie sitzt der Schnitt dieses Mal nicht so gut wie bei dem ersten Pullover. Könnte daran liegen, dass er doch recht eng geworden ist. Im Gegensatz dazu kommen mir die Ärmel irgendwie sehr weit vor.
Aber so lernt man aus Fehlern und sammelt so seine Erfahrungen. Wenn man sich nicht traut, kann auch nichts schiefgehen, aber dann wird man auch nicht besser. Ist es euch auch schon so ergangen?

Noch mehr selbstgemachte Kleidung an der Frau wird wie immer beim heutigen MeMadeMittwoch gesammelt. Am besten gleich reinschauen! :)

Bis bald,
die Basteltante

Samstag, 2. Februar 2013

Ein Kochbuch

Wer von Euch kennt das nicht? Man besitzt so viele leckere Rezepte, aber sie sind alle über Unmengen von Zetteln oder Zeitschriften verstreut. Unsere Großmütter wussten schon, was sie zu tun hatten, sie haben ihre Rezepte in Leerbücher eingetragen. Was hält uns eigentlich davon ab, es ihnen gleich zu tun? Zwar bekommt man auch leere Kladden, die zum Kochbuch taugen, und bei unseren Großmüttern stand das Aussehen des Buchs auch nicht unbedingt im Mittelpunkt, aber ein schönes Buch mit dem richtigen Motiv verlockt direkt, Rezepte einzutragen, auszuprobieren und erneut zu kochen.

Da ich zur Übung einige Buchdecken (der Einband, also beide Deckel und die Rückeneinlage), zusammengesetzt und deren Rücken mit abwischbarem Gewebe (Bibliotheksleinen) bezogen hatte, stellte sich die Frage, mit welchem Text diese geprägt werden sollten, denn auch das Heißprägen mit Farb- bzw. Goldfolie wollte ich üben. Obigen Gedankengang im Hinterkopf habe ich also das Wort "Rezepte" auf den Rücken geprägt. Zu dem Weinrot des Gewebes passt das Gold der Prägung auch ganz wunderbar. Wir haben uns zuvor schonmal zwei Bücher gebunden, eines für Kochrezepte und eines für solche zum Backen, aber ich denke gerade sowas kommt auch bei Freunden immer ganz gut an.

Da  ich die halbfertige Decke nicht allzu lange liegen lassen wollte, machte ich mich auf die Suche nach passendem Papier für den Buchblock. Da es für viele schwierig ist, auf Blankopapier zu schreiben, wollte ich gerne kariertes Papier einsetzen. Nun ist es schwierig, passendes kariertes Papier zu bekommen, denn die Richtung, in der man Papier verarbeitet, ist nicht egal. Während der industriellen Produktion läuft Papier über viele Walzen. Dabei ordnen sich die Zellulosefasern parallel zueinander in dieser Laufrichtung an. Wird das fertige Papier feucht, dann dehnt es sich senkrecht zu dieser Laufrichtung und zieht sich beim Trocknen wieder zusammen. Wenn man nun ein Buch bindet, dann ist es erstens wichtig, dass alle Materialien die gleiche Laufrichtung haben, also laufrichtig verarbeitet werden, und dass zweitens diese Laufrichtung parallel zum Buchrücken verläuft. Da ich nun aber maximal karierte Kanzleibögen bekommen hätte, und diese für eine Falzung auf A4 richtiglaufend wären, ich dabei aber viel zu viel Abfall hätte, bin ich einen Kompromiss eingegangen und habe kariertes A4-Papier gefalzt und falsch laufend verwendet. Damit dies nicht zu sehr ins Gewicht fällt, habe ich den Buchblock mittels Fadenheftung hergestellt. Dabei kommt bei weitem nicht soviel Feuchtigkeit mit dem Papier in Verbindung, wie dies bei einer Klebebindung der Fall wäre, sodass hier die falsche Laufrichtung nicht ganz so schwer ins Gewicht fällt. Falls jemand von Euch weiß, wo ich kariertes Papier im Format DIN A2 bekommen könnte, bitte einen entsprechenden Kommentar hinterlassen ;) So konnte ich also einen Buchblock mit kariertem Papier herstellen.

Geöffnetes Buch - Der Buchblock besteht aus kariertem Papier

Als Vorsatzpapier habe ich gelblichweißes Maschinenbütten verwendet. Da die Decke zuerst vorhanden war, war es etwas schwierig, den Block in der passenden Dicke herzustellen. Im Normalfall ist zuerst der Buchblock vorhanden, und an diesem kann man dann die Teile für die Einbanddecke abmessen. Aber auch diese Schwierigkeit ist nicht unüberwindbar.

Nach dem Heften und Ableimen wird der Buchblock beschnitten, d.h. die drei später sichtbaren Kanten werden glatt geschnitten. Zwar kann man das auch mit einem Beschneidehobel oder sogar mit Lineal und Cutter machen, ich habe aber Zugriff auf eine Papierschneidemaschine, sodass ich mir solche Experimente in der Zwischenzeit wenn möglich spare. Nach dem Beschneiden wird der Buchblock mit einem Hammer gerundet und dann wird er abgepresst und hinterklebt.

Als nächstes habe ich nun die halbfertige Einbanddecke mit einem Motiv aus einem ein oder zwei Jahre alten Küchenkalender überzogen, das wundervoll zum Thema passt. Schneidet man normalerweise an den Ecken den Überstand so ab, dass beim Einschlagen der Ecken nur gerade die Pappe der Deckel bedeckt wird, habe ich dieses Mal das Papier eingeschlagen und so etwas stabilere Ecken hergestellt, wenn auch nicht so stabil wie Gewebeecken. Auf dem folgenden Bild kann man solch eine Ecke sehen. Außerdem sieht man die Farbe des Vorsatzes.

Detailausschnitt: Ecke

Wenn der hinterklebte Buchblock getrocknet ist, was nach einem Tag in der Presse der Fall sein sollte, kann man diesen kapitalen, d.h. das Kapitalband anbringen. Für dieses Kochbuch habe ich passend zum Einbandgewebe weinrotes Kapitalband gewählt.

Detailausschnitt: Kapitalband

Nach kurzer Trockenzeit kann man nun den Rücken der Einbanddecke runden und den Buchblock in die Decke einlegen. dies lässt man einige Zeit unter Gewicht liegen, bevor man die erste und die letzte Vorsatzseite mit Leim an die Deckel der Einbanddecke anpappt. Nach kurzem Einpressen legt man das fertige Buch unter Gewichte, damit der Leim trocknen kann. Nach etwa einem Tag ist das Buch dann fertig und sieht wie folgt aus.

Vorderseite des Buches

Rückseite des Buches mit Ansicht des geprägten Rückens

Habt Ihr auch viele Rezepte als Lose-Blatt-Sammlung? Oder benutzt Ihr den PC oder habt gar bereits ein Buch für Eure eigenen Rezepte?
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